Softshell hat Outdoor-Bekleidung revolutioniert, und das US-Militär hat bewiesen, dass es auch in modernen militärischen Anwendungen richtig rockt. Eine hochwertige softshell-Jacke ist verdammt geiler Scheiß für moderne Militäreinheiten, die außerhalb sommerlicher Temperaturen operieren. Sehr atmungsaktiv, winddicht und schnelltrocknend. Dieser Artikel gibt einige Hinweise dazu, wann und wie man Softshell in einer taktischen Umgebung einsetzt. Er beantwortet außerdem viele häufig gestellte Fragen.
Softshell im militärischen Einsatz
Die Geschichte der Softshell-Bekleidung ist etwas geheimnisumwittert, da viele behaupten, das Konzept erfunden zu haben. Was wir wissen, ist, dass es Ende des 20. Jahrhunderts geschah, und ein möglicher Name, der dabei auftaucht, ist Maiden Mills. Ursprünglich war es ein ziviles Outdoor-Kleidungsstück, wurde aber recht bald für den militärischen Einsatz übernommen.
Als die USA in den Krieg in Afghanistan eintraten, gerieten die US-Streitkräfte in extrem kalte Bedingungen und merkten auf die harte Tour, dass ihr Bekleidungssystem dort beschissen war. Ihre Beschwerden führten zur Entwicklung des Kaltwetter-Bekleidungssystems, das als Protective Combat Uniform (PCU) bekannt ist. Das System ist in sieben austauschbare "Schichten" unterteilt, die je nach Wetterbedingungen kombiniert werden können. Level 5 - Soft Shell Jacket und Pants sind die Grundpfeiler des PCU-Systems.

Sind alle Softshell-Jacken ähnlich?
Nein. Es gibt zwei Arten von softshell-Jacken: die dickere, gefütterte softshell und die dünnere und atmungsaktivere ungefütterte softshell. Außerdem reicht die Qualität von billigem Sweatshop-Schrott bis hin zu hochwertigen Kleidungsstücken für den professionellen Einsatz.
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Dünne Softshell hat kein Futter und keine Membran. Die Wasserabweisung wird durch eine Oberflächenimprägnierung erreicht. Diese Softshells sind atmungsaktiver und besser für aktive Nutzung geeignet, etwa beim Marschieren mit Gepäck und Wandern. Die Wärme wird mit Basis- und Midlayern reguliert.
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Dickere Softshells haben ein Fleecefutter unter der winddichten Außenschicht und oft auch eine Membran. Sie bietet besseren Wasser- und Windschutz, aber die Atmungsaktivität ist deutlich schlechter. Die Wärme reguliert man, indem man das heiße Kleidungsstück einfach ganz auszieht.
Wie verwendet man eine Softshell-Jacke?
Eine echte Softshell ist eine sehr vielseitige Jacke für anspruchsvolle körperliche Aktivitäten wie Märsche oder Wanderungen und bei wechselhaften Wetterbedingungen, von kühleren finnischen Sommertagen bis zu verschneiten Wintern. Im militärischen Einsatz ersetzt sie außerhalb heißer Sommertage die reguläre Uniformjacke.
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Aktive Bewegung: Kombiniere die Softshell mit einem Merinowollunterwäsche. Die Wolle transportiert Feuchtigkeit ab; das Softshell ist atmungsaktiv und blockt den Wind. Wenn dir kalt wird, zieh mehr Merinowolle darunter an . Wenn dir zu heiß wird, reduziere die Schichten darunter und öffne die Belüftungsreißverschlüsse.
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Halt: Wenn die Bewegung aufhört, verlierst du Wärme. Zieh Isolationsschichten an, um diese Wärme zu speichern.
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Sintflutartiger Regen: Wirf einen Regenponcho oder einen Regenanorak über den softshell oder wechsel zu einer hardshell.
Was ist der beste Temperaturbereich für eine softshell-Jacke?
Eine leichte softshell-Jacke ohne Fleecefutter ist für einen Bereich von +15°C bis -10°C ausgelegt. In Finnland ist sie also eine Dreijahreszeitenjacke für den aktiven Einsatz. Es gibt auch dickere, mit Fleece gefütterte Softshells, die sich besser für weniger aktive Nutzung oder kälteres Wetter eignen.

Worauf sollte ein Soldat bei einer hochwertigen Softshell achten?
Achte darauf, dass die Softshell aus hochwertigen, dünnen, atmungsaktiven Materialien besteht
Die OG-softshell, hergestellt aus synthetischem Fleece und einer laminierten Außenschicht, ist klobig und atmet sehr schlecht. Sie ist für anstrengenden militärischen Einsatz nicht geeignet, weil du sehr leicht überhitzt. Die richtige Methode, sich an unterschiedliche Wetterbedingungen anzupassen, ist das Schichtprinzip. Wenn es kälter wird, füge darunter eine Merinowoll-Basisschicht und Midlayer hinzu.
Achte darauf, dass die Kapuze über deinen Helm passt
Zivile Softshells sind möglicherweise nicht dafür ausgelegt, einen Helm aufzunehmen.
Achte darauf, dass die Softshell NIR-konform ist
Ein Tarnmuster allein reicht nicht. Dieses Muster sollte dich auch vor gängigen Nachtsichtgeräten verbergen können.
Prüfe, dass die Softshell für die Verwendung mit Plattenträgern und Rucksäcken ausgelegt ist
Du solltest auf Details wie Raglanärmel ohne Naht an der Oberseite und ein durchdachtes Reißverschlussdesign achten.
Wähle eine ausreichend große Größe
Für Vielseitigkeit solltest du genug Platz für wärmere Midlayer darunter haben. Einige Softshells (wie unsere) berücksichtigen das bereits bei der Größenbemessung. Prüfe das vorher.
Schau auf den Preis
Es gibt jede Menge billige chinesische Softshell-Jacken auf dem Markt, aber sie sind für den professionellen militärischen Einsatz ungeeignet. Hochwertige Softshells werden aus langlebigen, NIR-kompatiblen technischen Geweben hergestellt. Der Nachteil dieser Stoffe sind ihre hohen Kosten. Die Produktion in Europa und den USA ist ebenfalls teurer als die chinesische Produktion, kann sich aber auch auf die Versorgungssicherheit auswirken.
Softshell vs. hardshell: Welches davon brauche ich für einen Marschrucksack?
Bei schwerer Anstrengung wie Rucking willst du atmungsaktive statt wasserdichter Kleidung, was für eine Softshell spricht. Wenn du beim Marschieren Regenzeug trägst, wirst du nicht vom Regen nass; du ersäufst im Schweiß. Es gibt jedoch ein paar Ausnahmen von dieser Regel:
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Starker Regen bei kaltem Wetter: Zieh einen Regenanorak oder Regenponcho über die Softshell oder wechsle zu einer Hardshell.
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Heißes Wetter: Verwende eine normale Felduniform
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Sehr kalter Winter: Verwende eine geeignete Winter-Kampfuniform in Kombination mit geeigneten Schichten.
Taktische vs. zivile Softshell: Was ist der Unterschied?
Die Anforderungen an militärische Softshells unterscheiden sich erheblich von den zivilen. Tarnmuster müssen mil-spec- und NIR-konform sein. Die Kapuze muss groß genug sein, um über den Helm zu passen, und du musst außerdem sicherstellen, dass die Softshell mit Plattenträgern, Rucksäcken und Chest Rigs kompatibel ist. Die Materialien müssen natürlich robust genug sein, um harten militärischen Einsatz zu überstehen.
Das Gute ist, dass mil-spec-Softshells auch für den zivilen Einsatz hervorragend sind. Wenn du also eine Softshell-Jacke sowohl für militärische als auch zivile Nutzung brauchst, nimm einfach die mil-spec-Version.

Wie wasserdicht ist eine Softshell-Jacke bei starkem Regen?
Moderne Softshell-Jacken sind nicht wasserdicht, aber oft wasserabweisend. Zum Beispiel hat unsere L3 Softshell-Jacke eine PFC-freie DWR-Behandlung, die sie gegen leichten Nieselregen resistent macht. Die Idee hinter einer modernen Softshell-Jacke ist, dass sie sehr atmungsaktiv sein soll, was sie nicht sein kann, wenn sie wasserdicht ist.
Ein weiterer Vorteil einer leichten Softshell-Jacke sind ihre schnelltrocknenden Eigenschaften. Wenn sie also durchnässt wird, trocknet sie sehr schnell. In manchen Fällen kann deine Körperwärme sie während eines schweren Rucks trocknen. Wenn du bei einem Regensturm komplett trocken bleiben willst, zieh einen Regenponcho oder Regenanorak an oder wechsle zu einer Hardshell-Jacke.
Oldschool-softshell-Jacken haben manchmal eine wasserdichte Membran, aber dann leidet die Atmungsaktivität drastisch.
Ist Softshell winddicht?
Dank seiner dicht gewebten Struktur und spezieller Technologien bietet Softshell-Gewebe hervorragenden Windschutz. Zum Beispiel ist unsere L3 Softshell Jacket als winddicht klassifiziert. Das macht sie zu einer zuverlässigen Option für militärische und Outdoor-Aktivitäten, bei denen Windeinwirkung eine Sorge ist.
Ist eine Softshell-Jacke wärmer als ein Fleece?
Manche sind es, manche nicht. Oldschool-softshell-Jacken haben ein Fleecefutter und eine winddichte Außenschicht, wodurch sie wärmer sind als bloßes Fleece. Moderne, leichte Softshell-Jacken haben kein Futter, weil bei ihnen Atmungsaktivität wichtiger ist als Wärme. Sie sind aber trotzdem winddicht. Die Wärme wird durch Merinowoll-Baselayer und Midlayer reguliert.
Kann ich eine Softshell-Jacke unter einem Plate Carrier oder einem Rucksack tragen?
Eine mil-spec-softshell-Jacke lässt sich bequem mit einem Plate Carrier, einem Rucksack oder einer Chest Rig kombinieren.
Zum Beispiel hat unsere L3 Softshell Jacket Raglanärmel, damit die zusätzliche Last deine Schultern nicht wundscheuert. Außerdem sitzen die Taschenreißverschlüsse an den Seiten, sodass Zipper-Pulls und ähnliches aus dem Brustbereich verschwinden, wo sie sonst scheuern oder an Sachen hängenbleiben könnten.

Warum sind manche Softshell-Jacken teurer als andere?
Der Preis hängt von vier Faktoren ab: Qualität, Features, Herstellungsland und Marke. Billige China-Jacken aus minderwertigen Materialien und mit schlechtem Design kosten logischerweise weniger als eine echte Mil-Spec-Jacke aus Europa.
Der Markt ist überschwemmt mit billigen chinesischen „Taktik“-Jacken, bei denen ein asthmatisches PolyesterFleece auf eine dicke Außenschale geklebt wurde. Die atmen null, sind klobig und tauchen im Einsatz absolut gar nix. Hochwertige Militär-Softshells brauchen durchdachte taktische Features und teure High-Tech-Materialien, um die Balance aus Haltbarkeit, Stretch und NIR-Konformität hinzukriegen.
Die Produktion in Europa ist natürlich teurer als in China. Klar, nicht alles aus China ist Schrott, man kann dort auch gutes Zeug bauen lassen. Aber die europäische Produktion bietet eine drastisch bessere Versorgungssicherheit – und das ist im Militärbereich lebenswichtig. Wenn China im nächsten Konflikt auf der anderen Seite steht, sorgt die ganz schnell dafür, dass du deine Ausrüstung nicht kriegst, wenn du sie am dringendsten brauchst.
Auch das Markenlogo kann den Preis künstlich aufpumpen. Wenn du zwei Softshells vergleichst, check die Materialien, die Features und das Herkunftsland. Teure Jacken, die in China genäht wurden, haben meistens einen fetten Marken-Aufschlag im Preis drin.

Das endgültige Urteil
Krieg ist kein Modegala: Im modernen Gefecht ist deine Ausrüstung entweder dein Lebensretter oder dein Todesurteil. Die Ära der „taktischen Müllsäcke“ – dieser schweren, stickigen Plastiktüten, die jeden Marsch in eine tragbare Sauna verwandeln – ist endgültig vorbei.
Wenn du völlig am Ende deiner Kräfte bist, ist dein schlimmster Feind nicht immer der Typ im Graben gegenüber. Es ist das Feuchtigkeitsmanagement in deinen eigenen Klamotten. Wenn du nach einem harten Sprint komplett nassgeschwitzt bist und die Temperaturen fallen oder die Mission in den statischen Zustand übergeht, zieht dich die Nässe schnurstracks in die Unterkühlung.
Wer sich eine billige Möchtegern-Taktikjacke ohne NIR-Spezifikationen aus irgendeinem dubiosen Onlineshop holt, zahlt am Ende vielleicht mit dem Leben. Im Nachtsichtgerät des Feindes leuchtet so ein Billigschrott oft wie eine Neonreklame. Damit ist jede Tarnung im Arsch.
Eine professionelle Softshell ist kein schicker Modegag. Es ist genau die Schicht, die dich am Laufen hält, wenn der Wind beißt und der Nieselregen nervt – ohne dass du im eigenen Saft erstickst wie in einer Hardshell.
Investier in anständiges Material, das atmet, in Schnitte, die unter deinen Platten nicht scheuern, und in Ausrüstung, die dort hergestellt wird, wo die Lieferketten nicht zusammenbrechen, sobald die ersten Schüsse fallen. Egal, ob du durch den Schneematsch im finnischen Frühling brichst oder einen Pass in den Bergen hältst: Deine Softshell sollte das Letzte sein, worüber du nachdenken musst – weil sie einfach verdammt noch mal ihren Job macht, damit du deinen machen kannst.
Triff die richtige Wahl, schicke clever und bleib im Kampf.