The Secrets of Merino Wool

Die Geheimnisse der Merinowolle


Woran denkst du, wenn du Merinowolle hörst? Hoffentlich an ein warmes Gefühl, denn Merinokleidung besteht aus dem Wundermaterial der Natur, das dich auch dann warm hält, wenn dir ein kleines Missgeschick in Form von Nässe passiert ist. Trocken bleiben ist draußen aber natürlich immer die bessere Option, wenn es irgendwie geht!

Wenn das Wetter mehr als Sonnencreme auf der Haut verlangt, lohnt es sich eigentlich gar nicht, etwas anderes als Unterwäsche aus Merinowolle zu tragen. Varustelekas eigene Merinounterwäsche und Baselayer aus Merinowolle sind aus ziemlich dünner Wolle gefertigt, mit körpernahem Schnitt und scheuerfreien Nähten, und die Oberteile haben einen ausreichend langen Saum. Sie kratzen nicht, sie drücken nicht, sie werden einfach zu einer Art zweiter Haut – oder zu deinem eigenen Wollfell.

Wer von uns wollte nicht schon mal ein Schaf sein? Früher oder später holt einen aber die Realität ein und man merkt, dass Menschen eben doch nicht ganz zu Tieren werden können. Also muss man sich damit begnügen, hochwertige Merinokleidung zu tragen.

Warum funktioniert Merinowolle so gut?

Merinowolle ist feinfaserige Wolle vom Merinoschaf, die direkt auf der Haut getragen werden kann. Ihre Fasern sind deutlich dünner als die normaler Wolle, deshalb kratzt Merinowolle in der Regel nicht. Merinofasern sind von Natur aus gekräuselt und schließen Luft zwischen sich ein. Diese Luftschicht isoliert in der Kälte und hilft auch bei warmem Wetter, die Temperatur auszugleichen.

Merinowolle leitet Feuchtigkeit von der Haut weg, trocknet schnell und fängt nicht so leicht an zu riechen. Das liegt an der Faserstruktur und daran, wie Merinowolle mit Feuchtigkeit umgeht. Sie verhält sich nicht wie Baumwolle, die nass kalt und schwer wird. Merinokleidung bleibt auch bei wechselhaftem Wetter brauchbar.

Merinowolle wärmt auch, wenn sie feucht ist. Die Fasern nehmen Feuchtigkeit auf, behalten dabei aber ihre Struktur. Die Luft zwischen den Fasern isoliert weiter, auch wenn der Stoff nass ist. Deshalb funktionieren Baselayer aus Merinowolle auch dann, wenn das Wetter mies wird.

Baselayer aus Merinowolle und das Zwiebelprinzip

Baselayer aus Merinowolle werden direkt auf der Haut getragen. Ihre Aufgabe ist es, Feuchtigkeit von der Haut wegzuleiten und dem Körper zu helfen, eine gleichmäßige Temperatur zu halten. Der Baselayer entscheidet viel darüber, wie gut das ganze Bekleidungssystem funktioniert: Wenn das Fundament stimmt, steht das ganze System.

Im Bekleidungssystem von Varusteleka sind die meisten L1- und L2-Produkte aus Merinowolle. Dünne Merinowolle funktioniert im Sommer und bei aktiver Bewegung, dickere Baselayer aus Merinowolle bei Kälte und statischem Einsatz. Gleiches Material, anderes Gewicht und anderer Einsatzzweck.

Hier erfährst du mehr über das Bekleidungssystem von Varusteleka.

Mulesing und Zertifizierung

Beim Mulesing werden Hautfalten am Hintern des Schafes weggeschnitten, um Parasitenbefall vorzubeugen. Die Methode ist ziemlich brutal und wird aus Tierschutzsicht kritisiert.

Alle Merinoprodukte von Varusteleka sind aus mulesingfreier Merinowolle. Einige Produkte haben zusätzlich die Nativa-Zertifizierung, mit der sich die Herkunft der Merinowolle bis zum Hof zurückverfolgen lässt. Zertifizierte Produkte haben einen QR-Code, über den du die Lieferkette selbst einsehen kannst. Das sorgt für mehr Transparenz und hilft dir, bewusster zu entscheiden.

Haltbarkeit, Waschen und Pflege von Merinowolle

Richtig gepflegt ist Wolle ein sehr langlebiges Material, aber schlechte Behandlung verkürzt ihre Lebensdauer. Abrieb und Druck tun Merinowolle nicht gut – Ellbogenflicken auf Wollpullis sind nicht nur Deko. Vor allem Tischkanten und Schulterträger von Rucksäcken können dünne Merinowolle abnutzen. Wenn dein Lebensstil eher rau ist, trägst du Wolle besser nicht als äußerste Schicht, zumindest nicht bei dynamischeren Aktivitäten.

Wasch Merinokleidung nicht unnötig. Oft reicht einfaches Auslüften, und waschen solltest du erst, wenn das Teil wirklich riecht oder deutlich schmutzig ist. Richtig wäschst du Wolle in der Waschmaschine mit dem Wollwaschprogramm. Zu heißes Wasser und starke mechanische Belastung lassen die Wolle verfilzen.

Verwende ein Wollwaschmittel, das die natürlichen Fette der Fasern nicht zu stark entfernt. Wollpflegemittel hilft, die Weichheit wiederherzustellen und den Verschleiß zu verringern. Seltener waschen verlängert die Lebensdauer von Merinokleidung deutlich.

Zur Wollpflege haben wir auch einen eigenen Artikel.

Häufige Fragen zu Merinowolle

Was ist Merinowolle?

Merinowolle ist feinfaserige Wolle vom Merinoschaf, die direkt auf der Haut getragen werden kann und Feuchtigkeit effektiv ableitet. Sie ist atmungsaktiv, gleicht die Temperatur aus und funktioniert bei Wärme wie bei Kälte.

Wärmt Merinowolle auch im nassen Zustand?

Ja, Merinowolle wärmt auch, wenn sie feucht ist. Dank ihrer Faserstruktur bleibt die Luftschicht zwischen den Fasern auch bei nassem Stoff erhalten, sodass die Isolierung beim Nasswerden nicht zusammenbricht.

Was sind Baselayer aus Merinowolle?

Baselayer aus Merinowolle sind Unterwäsche aus Merinowolle, die direkt auf der Haut getragen wird. Sie bilden die Grundlage des Zwiebelprinzips und leiten Feuchtigkeit von der Haut weg.

Kratzt Merinowolle?

Hochwertige Merinowolle kratzt in der Regel nicht. Wenn sich ein neues Merinoteil anfangs etwas rau anfühlt, wird es durch Tragen und die erste Wäsche meist weicher.

Wie oft muss man Merinokleidung waschen?

Merinokleidung muss nicht oft gewaschen werden. Oft reicht einfaches Auslüften, und seltener waschen verlängert die Lebensdauer.